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wussten Sie ..... |
1995:
In einem über 400seitigem Gutachten schlug der Sachverständigenrat der Konzentrierten Aktion im Gesundheitswesen vor, wie die GKV = Gesetzliche Krankenversicherung finanzierbar bleiben könnte. Auftraggeber des Gutachtens war 1993 der Gesundheitsminister Horst Seehofer CSU. Der Minister distanzierte sich jedoch gleich von den Vorschlägen des Rates. Die wesentlichsten Empfehlungen waren: Die Versicherten der GKV sollen den, ihren Leistungsumfang frei wählen können. Bei höherem Beitragssatz erhalten sie mehr Versicherungsschutz. Bei einer Abwahl von Leistungen können sie ihre Beiträge in begrenztem Umfang senken. Zuzahlungen will der Rat durch Selbstbeteiligungstarife ersetzen. Arbeitgeberbeiträge zur GKV sollen auf die Hälfte des durchschnittlichen Beitragssatzes aller Kassen gedeckelt werden. Dadurch würden die Spannen der Beitragssätze von Arbeitnehmern innerhalb der Kassen vergrößert und der Anreiz zum Wechsel zu Kassen mit niedriegeren Sätzen verstärkt. Krankenkenversicherungsfremde Leistungen, wie zum Beispiel, familienpolitische Leistungen wie das Mutterschaftsgeld, müßten ausgegliedert werden und sollten über Steuern getragen werden. Die Beitragsfreiheit von Ehepartnern, die keine Kinder betreuen, soll abgeschafft und die Hälfte des Beitrages des berufstätigen Partners gezahlt werden. Beiträge sollen nicht mehr nur durch Arbeitseinkommen gezahlt werden. Auch Kapitaleinkünfte sollten zumindest zur Hälfte oder mit einer Freibetragsgrenze herangezogen werden. Folgen von Auto-, Motorradun-, Sportunfällen sollten wegen ihrer individuellen Beeinflußbarkeit nicht der Solidargemeinschaft der GKV übertragen werden. Sie müßten durch eine zusätzliche Pflichtversicherung abgedeckt werden. Zahnärztliche Leistungen könnten bei individuell beeinflußbaren Zahnerkrankungen dem Mitglied zugemutet werden.
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1997:
Mit ambulanten Operationen könnten die Kassen Milliarden einsparen, doch die Honorare sind zu niedrig. 1997 haben erstmals Kassen in einem Bundesland alle Etats von Kliniken verglichen. Das Ergebnis: Die Fallkosten differieren bis zu 400 Prozent. 1997: Das Gesundheitssystem verbrauchte rund 400 Milliarden Mark, die Zahl der Kassenärzte betrug 1991 91621 und das Durchschnittseinkommen betrug je Arzt 205.000.-- DM, 1996 gab es 114955 Ärzte mit einem Durchschnittseinkommen von 162.000.-- DM. 1997: Zuzahlungen von 5.-- DM für Arzneimittel und die Kassen schöpfen nach wie vor aus dem Vollen. Sie wollen die Beträge um 5 bis 8% erhöhen, gönnen sich selber jedoch 5,5% mehr für die verwaltung und 17% fürs Marketing. Für was und warum müssen GKV eigentlich werben?
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1998:
Durch Gerichtsbeschluss liessen 17 Pharmafirmen einen Arzneimittelreport der Krankenkassen verstümmeln. Statt jährlich 3 Milliarden DM zahlern die Patienten nun 7 Milliarden DM für ihre Medikamente. 1/3 aller von den Kassen zu bezahlenden Medikamente gelten als umstritten. 1998: Ärzte und Krankenkassen proben ein besseres Gesundheitssystem. Die Verbände mauern. 1998: Der EUGH urteilt, jeder Versicherte könne sich seine Leistungen in ganz Europa besorgen. Enorme Einsparungen wären der Fall. Seehofer ist dagegen und argumentiert, wenn das der Fall wäre, würde das deutsche Gesundheitssystem auseinanderbrechen.
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1999:
Die Preise für Medikamente werden nach obskuren Regeln festgesetzt. Der Dumme ist der Patient. 1999: Sparen per Rezept. Dank eines Beratungsprogramms für Ärzte liegen die Ausgaben für Medikamente in Südbaden weit unter dem Durchschnitt. 1999: Pro Jahr landen in Deutsch- land Arzneimittel im Wert von mindestens 4 Milliarden DM auf dem Müll. 1999: Verschwendungssucht der Kassen. Der Anstieg der Verwaltungs- kosten ist seit ca. 1985 bis 1996 um über 400 Prozent (alle Kassen) gestiegen.
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2001:
Auch Fußpfleger, Dentalhygienikerinnen, Sterbehelfer und Soziotherapeuten werden von den Kassen voraussichtlich 245 Millionen Mark Honorar kassieren. 2001: Was die GKV alles bezahlt: Vorsorgekuren, Gesundheitsförderung, Selbsthilfegruppen, Gruppenprophylaxe von Zahnerkrankungen, Mutterschaftsgeld, Medizinische Vorsorge und Rehabilition für Mütter, Vorsorgeuntersuchungen, Empfängnisver- hütuing, Schwangerschaftsabbruch und Sterilisation, Entbindungsgeld, Künstliche Befruchtung, Zahnersatz, Psychoterapeutische Maß- nahmen, Arznei und Verbandmittel, Heilmittel, Hilfsmittel, Krankenhausbehandlung, Haushaltshilfe, Rehabilitationsmaßnahmen, Soziothe- rapie, Hauswirtschaftliche Versorgung, Krankengeld, Arztbehandlungen, Sterbegeld, Krankengeld bei Erkrankung des Kindes, Fahrtkosten, Förderung von Verbraucher und Patientenberatung, Unterstützung der Versicherten bei Behandlungsfehlern, Verwaltungskosten, Sport- lehrer. 2001: Ca. 7 Milliarden Mark verpulvern gedan- kenlose Ärzte weil sie teure Orginalpräparate, statt preisgünstigere Generika ver- schreiben. Ca. 1,7 Milliarden Mark könnten Kassen und Patienten sparen, wenn sie sich Rezepte über Internetaptheken besorgen dürften. 2001: 1960 kamen 13,9 Mediziner auf 10000 Einwohner, im Jahr 2000 waren es schon 35,9. Es gibt zuviele Ärzte - einer der Gründe der steigenden Gesundheitskosten. 2001: Gesundheitsministerin Schmidt möchte die Lage mit 6 Punkten verbessern: 1. Die Aufwertung des Hausarztes. Wer zuerst diesen besucht soll einen besseren Tarif erhalten. 2. Die Entmach- tung der kassenäruztlichen Vereini- gungen. Eine Direktabrechnung zwischen Ärzten und Kassen wäre günstiger. 3. Die Gesundheitskarte. 4. Die Zulassung von Versand- und Inter- netapotheken. 5. Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. 6. Die Ausgliederung versicherungsfremder Leistungen. 2001: Zur Kostenersparnis will die Regierung den Wettbewerg zwischen den Kassen extrem einschränken. Viele Versicherte werden dadurch mehr bezahlen müssen. 2001 gaben die Kassen 22,4 Milliarden Euro für Medikamente aus.
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2002:
Klinikchefs geht es nicht wirklich ans Geld. Traumhafte Privatrechnungen mit Millioneneinkünften. Die Privatabrechnungen für rund 140 C4-Professoren addierten sich im Jahre 1995 auf sagenhafte 126,5 Millionen Mark Nettoerlöse. Allein 27 Chefärzte strichen schon 1989 32,7 Millionen Mark extra - jeweils neben dem stattlichen Professoren-Gehalt - ein. Nach Angaben des Marburger Bundes erzielen einige von bis zu 10 Millionen Euro - zusätzlich - pro Jahr. 2002: Die Bundesregierung will Internet Apotheken zulassen. 2002 Apotheken brauchen sich um ihre Gewinne keine Sorgen machen, denn die deutsche Arzneimittelpreisverordnung garantiert ihnen eine Rendite von 27%, die sie als Festzuschlag auf den Einkaufspreis aufschlagen dürfen. 2002: Eine große Kasse wollte einen Tarif mit einer Selbstbetei- ligung einführen, was Ministerin Schmidt sofort verbieten will, weil sie eine Gefährdung der Solidargemeinschaft dadurch sieht. 2002: Verwaltungskosten erneut um über 4% gestiegen.
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2003: STERBEGELD:
Bundestagsabgeordnete halten an ihren finanziellen Privilegien fest. Während bei den Bürgern das Sterbegeld immer weniger wird oder sogar abgeschafft werden soll, soll das im Abgeordnetengesetz festgelegte Sterbegeld für die Hinterbliebenen eines MDB in Höhe von derzeit (2003) 7.000.- bis 15.500 Euro bestehen bleiben. 2003: Die Spardiskussion wird immer grotesker! Mit einem Verwaltungsaufwand von 50,2 % (1982 bis 2001) sind die GKV's weit davon entfernt, sich auf ihren orginären Auftrag der treuhänderi- schen Verwaltung verordneter Zwangsmitgliedsbeiträge zu besinnen. 2003: 65 Kassen erhöhten ihre Beiträge um erstmals über 15%.
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2004:
Den GKVs fehlen 15 Milliarden Euro. |
2005:
In einer Pressemitteilung zur Pressekonferenz am 28.09.05 in Berlin machte das Fritz Beske Institut für Gesundheits- System- Forschung - Kiel bereits detailiert auf die Zustände aufmerksam wie wir sie
nun 2010 vorfinden.
Die Mitteilung enthält folgende Bereiche: Schönfärberei in der Gesundheitspolitik muss ein Ende haben - Finanzierungsdefizite in der GKV Prognose 2005 - 2050 - Medizinischer Fortschritt - Bevölkerungsentwicklung - Bestehende Finanzierungs- und Versorgungsdefizite - Beispiele: Vertragsärztliche Versorgung, Früherkennungsuntersuchungen, Schutzimpfung, Diabetes, Organtransplantation, Versorgung mit Hörgeräten, Investitions- stau im Krankenhaus, Vergütungsdefizit bei Krankenhausärzten, Auswirkungen 2005 bis 2050.
Weitere Informationen, insbesondere neueren Datums bitte klicken Sie HIER! |
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wird fortgesetzt |
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